a photographic approach and artistic interpretation of how to deal with a profound disruption.

DEALING WITH IT. SPRING 2020
THE CORONA CRISIS


“In the beginning there was the idea to capture the contrast between the outside and the inside.

In the outside - the extraordinary spring of the century, the warmth and the constantly shining sun. People who, a little restrained though, but still enjoy the returning brightness outside.

Internally - the gloomy mood, triggered by the constant flood of news, concern for health, family, the economic situation and the future in general. Thus reminiscent of darkness.

It was this field of ​​tension, in which I was drifting in, during those weeks.

This irritating word corona, omnipresent and permanently wrapped around my head, actually left me with no choice, but to coronate the human being, as the epicenter of this worldwide crisis, in the hard backlight of reality.

In contrast to previous projects, the faces in this series cannot be recognized. They never were for me these days. I had the impression, especially in the first weeks of the lockdown throughout this series was created, that people were hiding behind a mask. Either behind the metaphorical mask, i.e. by covering up feelings, avoiding eye contact and dodging - or behind the real, physical mask covering the face.

In all this, for me personally, I manage to find a certain beauty and aesthetic in this crisis. Something hidden but existing. It seems possible to create something positive out of it.”

“Am Anfang war da die Idee den Kontrast zwischen dem Aussen und dem Innen festzuhalten.

Aussen - der außergewöhnliche Jahundertfrühling, die Wärme und die ständig scheinende Sonne. Menschen die, zwar ein wenig verhalten, aber trotz allem draussen die wiederkehrende Helligkeit geniessen.

Innen - die düstere Stimmung, ausgelöst durch die andauernde Flut von Nachrichten, die Sorge um die Gesundheit, die Familie, die wirtschaftliche Lage und die Zukunft im Allgemeinen. Also eher an Dunkelheit erinnernd. Genau in diesem Spannungsfeld habe ich mich selbst die ganze Zeit über bewegt.

Das Reizwort Corona, omnipräsent und dauernd im meinem Kopf, hat mir eigentlich gar keine andere Wahl gelassen, als dem Menschen, den im Mittelpunkt stehendem Subjekt dieser weltweiten Krisensituation, im harten Gegenlicht der Realität, eine Krone zu verleihen.

Im Unterschied zu vorherigen Projekten sind die Gesichter in dieser Serie nicht zu erkennen. Das waren sie für mich auch nie in diesen Tagen. Ich hatte den Eindruck, besonders in den ersten Wochen des Ausnahmezustandes in denen die Serie entstanden ist, dass die Menschen sich  hinter einer Maske versteckt haben. Entweder hinter der metaphorischen Maske, also durch das Überspielen von Gefühlen und dem Wegblicken und Aus-dem-Weg-gehen - oder eben hinter der echten, physischen Maske im Gesicht. 

Im Ganzen betrachtet zeigt sich aber für mich persönlich, in dieser Krise auch ein gewisse Schönheit und Ästhetik. Etwas verborgen aber existent. Es scheint möglich, daraus etwas positives zu kreieren.”